Das trockene und nicht zu kalte Wetter animierte mehr als 30 Wanderlustige an der alljährlichen Adventswanderung teilzunehmen.
Es ging Richtung Arnegg, zum Areal der Blumer Lehmann AG. Erstaunlich, was sich in den letzten Jahren dort entwickelt hat. Bauten für Büro und Gewerbe, architektonisch in die Landschaft eingefügt und als Holzbaubetrieb mit viel Holz. Durch Wälder und Wiesen ging es über die Arnegger Witi zurück nach Andwil. Ohne Schnee, aber immer die südlichen Höhenzüge mit den verschneiten Tannen vor Augen. Zurück in Andwil erwartete uns ein weihnächtlich geschmückter Saal im Restaurant Schönau. Es gesellten sich noch weitere Vereinsmitglieder dazu und so war der Saal gefüllt mit zufriedenen Jahrgängern. Bei Mandarinen, Nüssen und Schöggeli fand der Anlass seinen Abschluss, begleitet mit den besten Weihnachtswünschen.
Der Aufmarsch war riesig; das Thema allgegenwärtig. Der Saal im Restaurant Schönau war mit 78 Teilnehmer buchstäblich bis zum Bersten voll. Herr Bücheler von der Kantonspolizei St. Gallen erläuterte zu Beginn die einfachen Massnahmen gegen Einbruch und Taschendiebe beim Einkaufen oder auf der Strasse; einfache Tricks, die aber immer wieder ein Opfer finden. Wie schütze ich mich vor Einbruch im Eigenheim? Alles bekannte Kniffe, die aber immer wieder angewendet werden und ihre Opfer finden. Das Hauptthema war der Cyberkriminalität gewidmet. Diese Art von Kriminalität, mit Erpressungen und Betrügereien zieht weltweit via Internet ihre Kreise. Erstaunlich, wie man mit sogenannten Enkeltricks immer wieder zu Geld kommt. Ein Vorgehen, wo ganze Familien unter Druck gesetzt werden. Trotz Prävention durch die Polizei nehmen solche Betrügereien bis zu 30 % im Jahr zu und das Vorgehen wird immer dreister. Somit gilt, immer skeptischer zu sein, alles zu hinterfragen und nicht fremden Personen blindlinks zu vertrauen.
Rund 20 Teilnehmer fanden sich nach dem Mittag auf dem Kirchplatz Andwil ein, bestiegen einige Privatautos und verschoben sich damit auf den Parkplatz an der Wilerstrasse in Gossau. Ueber den Eichenkreisel ging es durchs Ebnet zum Höfrig. Bei wunderschönem Wetter, begleitet und bestaunt von weidenden Kühen und gwunderigen Lamas, galt es nach der Querung der Flawilerstrasse einen kleinen Anstieg bis zur Rüti zu bewältigen, wo es dann auf dem gemütlichen Höhenweg mit bester Aussicht auf die Stadt Gossau zur Muelt ging.
Ueber das Büel-Quartier ging es dann zum verdienten Zwischenhalt ins Restaurant Freihof, mit Tranksame und interessanten Gesprächen. Durch Felder und Äcker erreichten wir dann unsere Fahrzeuge wieder und konnten so den Heimweg nach Andwil antreten.
Rund 30 Interessierte fanden sich individuell bei der Firma Glas – Trösch AG an der Wehrstrasse 10 in St. Gallen – Winkeln ein.
Nach einer kurzen Begrüssung und einer lehrreichen Information über die Glasherstellung durch den Geschäftsführer der Zweigniederlassung, Herr Roger Vaneck, ging es in drei Gruppen auf den Rundgang. Das in St. Gallen – Winkeln verarbeitete Glas wird in Werken in Frankreich, Deutschland und Polen hergestellt. Allein das Werk in Polen produziert im Tag 1000 Tonnen Glas.
An der Wehrstrasse werden die angelieferten Gläser in diverse Qualitäten und Ansprüche weiter verarbeitet. Fenstergläser für den Fassaden- und Metallbau, Fensterproduzenten, Schreiner etc. Für individuelle Wünsche und originelle Ausführungen ist das Familienunternehmen der richtige Ansprechpartner. Kaum ein Gebrauchsgegenstand der nicht in Glas hergestellt werden kann; Stühle, Billardtische, Liegestühle etc. Die ganzen Arbeitsabläufe sind vorwiegend computergesteuert; Handarbeit ist aber nach wie vor gefragt. Eindrücklich war auch der Versuch bei einem Sicherheitsverbundglas; wenig Chancen bei einem Einbruch.
Abgerundet wurde der Anlass mit einem kräftigen Zvieri, verbunden noch mit einer kurzen Fragerunde.
Mit zwei Reisecar bestückt, ging es beizeiten über den Ricken ins Glarnerland. Auf dem Landsgemeindeplatz in Glarus verabschiedeten wir uns vorübergehend von den Besuchern des Anna Göldi Museum und jenen, die einfach den sonnigen Tag in Glarus geniessen wollten. Die technisch Interessierten fuhren weiter bis in den hintersten Winkel des Glarnerlandes, Tierfehd, wo sich das Eingangsportal zum Pumpspeicherwerk befindet. Schon die ersten Eindrücke zu diesem Bauwerk waren gigantisch. Mit einer Drahtseilbahn, welche bis zu 200 to Lasten befördern kann, ging es steil den Berg hinauf. Durch ein Labyrinth von Stollen ging es in das insgesamt 50 m hohen Herzstück, wo der Strom produziert wird. Bei einer Höchstleistung kann dieses Wasserkraftwerk sage und schreibe gleich viel Strom produzieren wie ein Atomkraftwerk, produziert aber keinerlei Abfall. Zudem ist die Stromversorgung europaweit vernetzt, d. h. es kann je nach Bedarf produziert, resp. Stromengpässe überbrückt werden. Die ganze Anlage wird betrieben, gesteuert und überwacht von der Axpo in Baden.
Diejenigen, welche die kleinste Hauptstadt der Schweiz einfach geniessen wollten, starteten mit einer Kaffeepause im Restaurant Cornetto. Dort wartete Herr Marti, ein ausgewiesener Kenner der Glarner Geschichte. Während der ca. 1 km langen und einstündig dauernden Stadtführung erzählte er über den Brand von Glarus im Jahre 1861 und über die Landsgemeinde von 2006, an welcher der Reduktionsentscheid von 25 auf 3 Gemeinden gefällt worden war. Bewusst nahmen wir Rücksicht auf die physischen Voraussetzungen dieser Gruppe und in der Markthalle angekommen, erzählte und scherzte man über Alltägliches.
Die kulturell Interessierten marschierten nach der Kaffeepause ca. 20 Minuten zum Anna Göldi Museum in Ennenda. Das 2017 eröffnete Museum ist dem tragischen Schicksal der 1782 durch das Schwert hingerichteten Magd Anna Göldi gewidmet und zeichnet die Stationen ihres Lebens nach. Im Zentrum der Ausstellung steht der unvergleichlich gut dokumentierte Prozess, namentlich die ausführlichen Gerichtsprotokolle. Ausgehend davon wurden wir von einer Themeninsel zur anderen geführt: Hexenwahn, Netzwerk der Macht, Aufklärung, Publizistik, Erinnerungskultur, Rehabilitation. Nach der ca. 90 minütigen Museumsführung erwartete uns vor dem Museum Herr Marti, welcher die vorwiegend weibliche Zuhörerschaft mit seinen Erzählungen über Glarus in seinen Bann zog.
Nach einem feinen, gemeinsamen Mittagessen im Saal des Hotel Tödi in Tierfehd ging es für die 75 Teilnehmer am frühen Nachmittag Richtung Rapperswil. Das schöne Wetter lud uns ein zu einem Umtrunk in den Restaurant am See und so konnten wir wieder den Heimweg durch das Turbenthal antreten. Durch Umleitungen etc. etwas länger unterwegs, fanden wir uns dann wieder wohlbehalten in Arnegg und Andwil.
Einmal anders; statt mit den Privatautos fanden sich die knapp dreissig Wanderfreudigen bei der Bushaltestelle Gossau-Mettendorf ein; man vertraute sich der Regiobus AG an und beanspruchte das öffentliche Verkehrsmittel ab Arnegg via Andwil nach Gossau. Ueber den Buchenwald kamen wir auf die Anhöhe Mädertal. Am Vormittag noch Regen, meinte es der Wettergott gut mit uns und so konnten wir ohne Schirm oder Regenjacke das saftige Grün der Bäume und Wiese geniessen. Durch einen Abstecher in den Weiler Zellersmühle konnten wir dort die historischen Bauten bestaunen, bevor es zügig bergauf ging zum Restaurant Löwen. Bei Getränken und Süssigkeiten, Mohrenköpfe waren gefragt, stärkten sich die Teilnehmer für den Rückmarsch via Rain, Bruggwis und Oberdorf wieder zurück zur Bushaltestelle, wo uns der Bus wohlbehalten nach Andwil/Arnegg brachte.
Auf den Montagnachmittag, 18. März 2024, waren die Mitglieder des Verein 60plus zur jährlichen HV eingeladen. Es nahmen total 133 Vereinsmitglieder teil.
Musikalisch eingestimmt durch die Geschwister Mesmer informierte der Präsident über den Ablauf der Versammlung und holte sich die Voraussetzungen ab, bevor mit den offiziellen Traktanden begonnen wurde.
Das rückblickende Protokoll der HV von 2023 wurde einstimmig genehmigt. Kassier Markus Schwendimann erläuterte die Jahresrechnung 2023 und das Budget 2024. Sowohl 2023 und 2024 sind ein kleines Minus in der Kasse zu verzeichnen. Der Vorstand und die Mitglieder möchten aber am Jahresbeitrag von Fr. 25.- pro Person festhalten. Nach den vielen Zahlen spielten die beiden Musikanten nochmals auf, alsdann der Präsident das vergangene Jahre Revue passieren liess. Paul Eggenschwiler erläuterte ausgiebig den Tagesausflug vom 12. Juni, der uns ins Glarnerland führen wird. Die Teilnehmer können aus drei Themenfelder, Technik, Kultur oder einfach geniessen, auswählen. Die weiteren Anlässe im Jahre 2024 wurden vom Präsidenten und Wanderchef Heinz Siebenmann schmachhaft gemacht. So konnte nach nicht Benützen der allgemeinen Umfrage und musikalischem Abschluss der reichhaltige Zvieri mit heissem Fleischkäse, Kartoffelsalat und einer schmackhaften Cremeschnitte genossen werden.
Das schöne Wetter konnte die rund 50 Fasnächtler nicht abhalten, am Fasnachtsdienstag nach dem Mittag in den geschmückten Otmarsaal zu pilgern. Georg Kegel mit seinem Partner Hanspeter unterhielt die Anwesenden variantenreich mit diversen Instrumenten und träfen Einlagen. Stilvoll bis originell und beinahe bis zur Unkenntlichkeit verkleidet war alles vertreten an diesem beliebten Vereinsanlass. Sogar die Tanzmuskeln waren aktiv und hinterliessen beim einen oder anderen Muskelkater. Bei Speis und Trank verging die Zeit wie im Fluge und der Verein 60plus ist um einen gelungenen Anlass reicher.
Protokoll der 79. Hauptversammlung 2024
Montag 18. März 2024: Beginn 14.00 Uhr, Otmarzentrum Andwil
Vorsitz: Stefan Lenherr
Protokoll: Stefan Lenherr
Traktanden
1. Begrüssung / Erläuterungen
2. Wahl der Stimmenzähler
3. Protokoll der HV 2023
4. Jahresrechnung 2023 / Revisorenbericht
5. Budget 2024 / Jahresbeitrag 2024
6. Jahresbericht des Präsidenten
7. Mutationen / Ehrungen / Mitgliederbestand
8. Vorschau Vereinsjahr 2024 / 2025
9. Allgemeine Umfrage
1. Begrüssung
Ein herzliches Willkomm entbietet Stefan Lenherr allen Teilnehmer/innen, im besonderen Levinia und Ona Mesmer, welche mit einem Musikstück die 79. HV eröffnen.
2. Wahl der Stimmenzähler
Als Stimmenzähler werden gewählt: Hanspeter Tomasi und Stefan Rüst.
Gemäss Eingangskontrolle sind 133 Personen anwesend. Das absolute Mehr beträgt somit 67 Personen.
Die Traktandenliste wird genehmigt.
Schriftliche Anträge sind keine eingegangen.
3. Protokoll
Das Protokoll der 78. HV wird genehmigt und der Aktuarin Antoinette Wick verdankt.
4. Jahresrechnung und Revisorenbericht
Die Jahresrechnung präsentiert unser Kassier Markus Schwendimann.
Die Revisoren Bernadette Lutz und Peter Müller haben die Rechnung am 05.02.2024 geprüft.
Die Rechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 1’073.94 ab.
Das Vereinsvermögen beträgt am 31.12.2023 Fr. 22’410.05.
Die Jahresrechnung wird genehmigt und dem Kassier Markus Schwendimann für die geleistete Arbeit einen grossen Dank ausgesprochen und Décharge erteilt. Dem gesamten Vorstand mit dem Präsidenten Stefan Lenherr wird der beste Dank ausgesprochen und Décharge erteilt.
5. Budget 2024 und Jahresbeitrag 2024
Total Ertrag Fr. 12’000.-
Total Aufwand Fr. 13’242.-
Verlust Fr. –1’242.-
Jahresbeitrag Fr. 25.-
Dem Budget mit einem vorgesehenen Verlust von Fr. 1’242.- sowie dem Jahresbeitrag von Fr. 25.- wird zugestimmt.
- Musikalisches Zwischenspiel
6. Jahresbericht des Präsidenten
Stefan Lenherr lässt unser Vereinsjahr 2023 Revue passieren.
Gemütliches Beisammensein mit lüpfiger Musik von Georg Kegel und seinem Partner mit einem Imbiss prägt unser fröhlicher Fasnachtshöck im Otmarzentrum in Andwil.
Die 78. HV war gekennzeichnet durch die Verabschiedung von Antoinette Wick aus dem Vorstand und die Ersatzwahl von Paul Eggenschwiler
Zur Maiwanderung ging es nach Muolen/Steinebrunn.
Der Tagesausflug führte uns nach Süddeutschland. Zuerst ins Hutmuseum nach Lindenberg und nach einem feinen Mittagsessen ins historische Städtchen Wangen.
Der Halbtagesausflug liess die Herzen von Fans alter und schnellen Boliden höher schlagen. Wir besuchten die Autowelt in Romanshorn.
Die Oktoberwanderung genossen wir bei heissen Wetter in der Umgebung von Niederbüren mit einem Einkehr im Freizeitpark Niederbüren.
Im November klärte uns Dr. Reto Bünzli über Rückenschmerzen im Saal des Rest. Sonnental in Andwil auf.
Die traditionelle Adventwanderung, mit anschliessendem Höck im Restaurant Schönau fand wieder sehr regen Anklang.
Im Anschluss hinterfragte Stefan noch die Kriege in aller Welt und deren Auswirkungen.
Ueber den Jahresbericht lässt Paul Eggenschwiler abstimmen und der Bericht wird herzlich verdankt.
7. Mutationen / Ehrungen / Mitgliederbestand
Leider mussten wir im letzten Jahr von drei Mitgliedern Abschied nehmen.
Roman Ledergerber, Maya Helfenberger, Otto Eigenmann
In Gedenken an sie, haben wir eine Minute innegehalten.
Mitgliederbestand aktuell 193 Personen, im Vorjahr 174 Personen.
8. Vorschau Jahresprogramm 2024 ( Wanderungen )
Maiwanderung: 8. Mai Gossau - Rain mit öffentlichem Bus
Herbstwanderung: 9. Oktober Gossau - Niederdorf mit Privat-PW
Adventwanderung: 11. Dez. 13.30 Postplatz Andwil / Rund um Andwil
Tagesausflug, Mittwoch 12. Juni 2024
Paul Eggenschwiler erläutert die Reise eingehend und man kann sich gleich bei ihm dazu anmelden; es geht ins Glarnerland und jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit aus drei Varianten auszuwählen.
Halbtagesausflug, Mittwoch 11. September 2024
Es geht zur einer Betriebsbesichtigung nach St. Gallen – Winkeln zu Glas Trösch. Transport hin und zurück wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Fachanlass, 20. November 2024 im Restaurant Schönau Andwil
Thema und Referent sind noch nicht fixiert.
9. Allgemeine Umfrage
Eine Umfrage über einen 2-Tagesausflug findet kein Echo.
Ansonsten wird die allgemeine Umfrage nicht benutzt.
Schluss der 79. HV, 15.11 Uhr
- Musikalisches Schlussbouquets durch Levinia und Ona Mesmer
Weiterer Ablauf:
Menu: Heisser Fleischkäse mit Kartoffelsalat, Tomaten und Buurebrot
Andwil, 18. März 2024
Tagesaktuar: Stefan Lenherr